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Ländlicher Raum profitiert von Demografie-Förderprogramm

Niedersachsen fördert das Projekt „Mobilfunkinitiative Weser-Ems


Niedersachsen fördert das Projekt „Mobilfunkinitiative Weser-Ems
Der Landesbeauftrage für regionale Landesentwicklung Franz-Josef Sickelmann überreichte heute in Hude den Bescheid über eine Förderung aus dem Förderprogramm für Demografie-Projekte in den niedersächsischen Teilen der Metropolregion Nordwest und in Weser-Ems an den Landrat des Landkreises Cloppenburg, Johann Wimberg. Das Projekt „Mobilfunkinitiative Weser-Ems“ mit einem Volumen von 65.000,-- € wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen mit achtzig Prozent in Höhe von 52.000,-- € gefördert.
Hintergrund des geförderten Projektes sind die erheblichen Defizite in der Mobilfunkversorgung des ländlichen Raumes, die in vielen Bereichen zu wirtschaftlichen Nachteilen führen. Das unter Federführung des Landkreises Cloppenburg von allen Landkreisen in der Region Weser-Ems sowie dem Landkreisen Celle, Diepholz und Rotenburg getragene Vorhaben soll die notwendige Datengrundlage über den Ist-Zustand der Mobilfunkversorgung schaffen und mögliche Handlungsoptionen erarbeiten. Auf Basis der Ergebnisse sollen schließlich Gespräche mit Mobilfunkanbietern über einen Ausbau des Mobilfunknetzes geführt werden. Falls erforderlich sind auch unterstützende Aktivitäten durch die Landkreise angedacht.
Franz-Josef Sickelmann freute sich darüber, dass der ländliche Raum vom Demografie-Programm des Landes Niedersachsen profitiert: „Mit dem Projekt „Mobilfunkinitiative Weser-Ems“ wird ein hervorragendes Beispiel für die Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels unterstützt.“ Neben einer ausreichenden Breitbandversorgung sei auch eine flächendeckende Mobilfunkversorgung existentiell für die Sicherstellung der Daseinsversorgung des ländlichen Raumes. „Das Projekt schafft eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Mobilfunknetze in der Region Weser-Ems und im Landkreis Diepholz. Aus diesem Grund fördern wir auch das Vorhaben auch mit einem Fördersatz von achtzig Prozent“, betonte Landesbeauftragter Franz-Josef Sickelmann.
Landrat Johann Wimberg zeigte sich sehr erfreut über die finanzielle Unterstützung des Mobilfunkprojektes. „Mit Hilfe der Förderung hoffen wir, in den beteiligten Landkreisen einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zum Ausbau von Infrastrukturen für die Digitalisierung im ländlichen Raum voranzukommen.“

Hintergrundinformationen zum Zukunftsforum und zum Förderprogramm für Demografie-Projekte in den niedersächsischen Teilen der Metropolregion Nordwest und in Weser-Ems:
1. Zukunftsforum
Am 17. Februar 2014 – auf dem ersten Demografiekongress der Landesregierung – hat Ministerpräsident Stephan Weil die Mitglieder des Zukunftsforums berufen. Grundlage des Forums ist die Koalitionsvereinbarung 2013–2018 von SPD und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und die Regierungserklärung vom 19. Februar 2013 von Ministerpräsident Stephan Weil im Niedersächsischen Landtag.
Darin wird festgehalten, dass die Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels als ein zentrales gesellschaftliches Ziel nur gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus allen Teilen der Gesellschaft zum Erfolg geführt werden kann. Leitidee des Zukunftsforums ist folgerichtig, diese Akteurinnen und Akteure zusammenzubringen und zu vernetzen, um die Herausforderungen des demografischen Wandels im gesellschafts- und fachübergreifenden Dialog gemeinsam zu meistern.
Als Mitglieder des Zukunftsforums wurden 35 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften, Kommunalen Spitzenverbänden, Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege, Sozialverbänden, Kirchen und Religionsgruppen und anderen gesellschaftlichen Gruppen für die laufende Legislaturperiode berufen.
Die Aufgabe der ernannten Mitglieder besteht darin, Konzepte für ausgewählte demografierelevante Lebens- und Politikbereiche zu entwickeln und der Landesregierung zur Umsetzung zu empfehlen.
In Kenntnis der bereits bestehenden vielfältigen wissenschaftlichen Analysen zu den demografischen Herausforderungen liegt der Arbeitsschwerpunkt darauf, Beispiele „guter Praxis“ zu erheben und zu analysieren. Dabei stehen alle gesellschaftlichen Bereiche von der Bildungs-, Familien- und Gesundheitspolitik, der Verkehrs- und Wirtschaftspolitik bis zur Struktur- und Regionalpolitik im Fokus. Aufgrund der Breite der angesprochenen Politikbereiche werden jedes Jahr ausgewählte thematische Schwerpunktfelder definiert, die vom Forum bearbeitet werden.
Schwerpunktfelder 1. Arbeitsperiode (2014/2015): Bildung und Mobilität
Schwerpunktfelder 2. Arbeitsperiode (2015/2016): Starke Städte und lebendige Dörfer in ländlichen Räumen
Schwerpunktfelder 3. Arbeitsperiode (2017): Digitalisierung im demografischen Wandel
Weitere Informationen:

Zukunftsforum Niedersachsen

2. Förderprogramm für Demografie-Projekte in Weser-Ems und in den niedersächsischen Teilen der Metropolregion Nordwest
Nach Abschluss der ersten Arbeitsperiode des Zukunftsforums ist es Ziel der Landesregierung, die Umsetzung der Handlungsempfehlungen in den Regionen zu fördern. Hierzu werden u. a. dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems zur finanziellen Unterstützung von Demografie-Projekten in Weser-Ems und in den darüber hinausgehenden niedersächsischen Teilen der Metropolregion Nordwest von 2016 bis 2019 jährlich 200.000,- EUR von der Staatskanzlei zur Verfügung gestellt.
Ziel des Förderprogramms ist, die Kompetenzen und Potenziale in der Region zu mobilisieren, um die Region zu stärken und damit nachhaltig die Herausforderungen des demografischen Wandels zu bewältigen. Gefördert werden Projekte auf Basis der vom Zukunftsforum beschlossenen Empfehlungen. Sie sollen durch das intensive Zusammenwirken der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und anderen gesellschaftlichen Gruppen die regionale Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit stärken und mit neuen Impulsen zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region beitragen.
Die Entscheidung über eine Förderung trifft der sog. Regionale Ausschuss für Demografie-Projekte. Dieser setzt sich zusammen aus
• der Geschäftsstelle der Metropolregion (Fr. Dr. Meincke),
• der Geschäftsstelle der Ems-Achse (Hr. Dr. Lüerßen),
• der Stadt Osnabrück (Herr Kasch) und
• dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (Frau Hinrichs-Fehrendt).

Weitere Informationen:

Förderprogramm Metropolregion NORDWEST

Artikel-Informationen

14.11.2017

Ansprechpartner/in:
Olaf Klaukien

Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8
26121 Oldenburg
Tel: 0441/799-2433
Fax: 0441/799-6-2433

www.arl-we.niedersachsen.de

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