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ROKK - Fortschreibung - Küstenschutz

Maßnahmen des Insel- und Küstenschutzes sind eine unverzichtbare Voraussetzung, um den Menschen in den sturmflutgefährdeten Lebens- und Wirtschaftsräumen unserer niedersächsischen Küstenzone eine verlässliche Sicherheit zu geben.

Die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels macht es notwendig, sich raumordnerisch langfristig vorausschauend und vorsorgend mit dieser Herausforderung zu befassen.

So gibt das Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen (LROP) seit 20121 den unteren Landesplanungsbehörden aus Gründen der Klimafolgenanpassung auf, in deren jeweiligen Kreisgebieten Flächen für die Kleigewinnung zum Küstenschutz als Vorranggebiete Rohstoffgewinnung vorrangig binnendeichs festzulegen. Kann keine ausreichende Flächensicherung binnendeichs erfolgen, sind Nutzungsmöglichkeiten entsprechender geeigneter Vordeichsflächen zu prüfen.

Aufgrund der langfristigen, über die üblichen Planungszeiträume der Raumordnung hinausgehenden Perspektive dieser Aufgabe ist die Frage des Materialbedarfs und der Materialverfügbarkeit ein wesentlicher Punkt, der ein gemeinsames, kreisübergreifendes planerisches Handeln bei der Bewältigung dieser Aufgabe erforderlich macht. Eine kooperative und konstruktive Zusammenarbeit ist dabei von maßgeblicher Bedeutung, um den insgesamt sehr vielfältigen Interessen und Belangen im Küstenraum Rechnung zu tragen.

Unter der Federführung des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems fand unter Einbindung der zuständigen Behörden und relevanten Akteure ein mehrjähriger Fortschreibungsprozess statt, der im Frühjahr 2018 abgeschlossen wurde. Im Ergebnis zeigte sich, das binnendeichs eine raumordnerische Sicherung ausreichender Kleimengen grundsätzlich möglich ist.

Die Endfassung der ROKK-Fortschreibung-Küstenschutz nebst Anlagen2 finden Sie nebenstehend.

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[1] aktuell jetzt LROP 2017 Abschnitt 1.3, Ziffer 03, Sätze 1 bis 4

[2] Zwischenzeitlich wurde die Datengrundlage des LBEG geändert. Die BK 50 mit größerer fachlicher u. räumlicher Aussagetiefe löst die BÜK50 ab. Die Suchräume für die Kleigewinnung wurden vom LBEG mit Hilfe der BK50 nochmals aktualisiert, ebenso für die sulfatsauren Böden in den jeweiligen Kleisuchräumen. Die neuen Shape-Dateien werden der Regionalplanung für die weitere Präzisierung zur Verfügung gestellt (siehe nebenstehend - zugangsbeschränkter Bereich).


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