ArL-WE klar

380 kV-Leitung Conneforde-Cloppenburg-Merzen

Die Tennet TSO GmbH und die Amprion GmbH beabsichtigen die Errichtung einer Leitung von Conneforde (Gemeinde Wiefelstede, Landkreis Ammerland) über Cloppenburg nach Merzen (Samtgemeinde Neuenkirchen, Landkreis Osnabrück).

Der Bedarf einer 380-kV-Leitung von Conneforde über Cloppenburg Ost nach Merzen ist im Bundesbedarfsplangesetz durch den Bundesgesetzgeber abschließend festgestellt.

Mit einer Änderung des Energierechts wurde im Dezember 2015 für dieses Vorhaben die Möglichkeit einer Teilerdverkabelung eröffnet. Erdkabelabschnitte sind nach dem Gesetz möglich, wenn Abstände zu Wohngebäuden unterschritten werden oder eine Freileitung aus naturschutzrechtlichen Gründen nicht zulässig ist. Auch nach dieser Änderung ist die Freileitungstechnik aber für 380 kV-Drehstromleitungen, anders als bei Gleichstromleitungen, die Standardtechnik.

Der Nordteil dieses Projekts liegt im Netzgebiet der TenneT, für den Südteil im Bereich des Landkreises Osnabrück ist Amprion verantwortlich.

Am 07.04.2014 hat das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Absprache mit den Unteren Landesplanungsbehörden (Stadt Oldenburg, Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg, Vechta und Osnabrück) die Zuständigkeit für das Raumordnungsverfahren für das o.a. Vorhaben gemäß § 19 Abs. 1 Niedersächsisches Raumordnungsgesetz (NROG) an sich gezogen.

Am 15.09.2015 hat eine Antragskonferenz zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens stattgefunden.

Gegenstand der Antragskonferenz mit den betroffenen Gemeinden, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange war die Frage, welche Korridore für die 380-KV-Leitung sowie welche Standorte im Raum Cloppenburg für das neue Umspannwerk und die Konverteranlage in einem Raumordnungsverfahren zu untersuchen sind. Gegenstand der Antragskonferenz war auch der Umfang der erforderlichen Untersuchungen und Antragsunterlagen.

Auf Basis der Ergebnisse der Antragskonferenz und der schriftlichen Stellungnahmen hat die obere Landesplanungsbehörde Amprion GmbH und Tennet TSO GmbH am 20.11.2015 den Untersuchungsrahmen mitgeteilt.

Dabei wurde auch festgelegt, dass eine neue Trassenvariante entwickelt werden soll, die von Conneforde zunächst der 220-kV-Bestandsleitung folgt, anschließend südlich von Wardenburg an die Autobahn A 29 führt und von dort parallel zur A 29 und im Süden ebenfalls parallel zur A 1 verläuft.

Für diese zusätzliche Variante hat TenneT eine ergänzende Untersuchung der Landesplanungsbehörde vorgelegt. Nach Prüfung dieser ergänzenden Unterlage hat die Landesplanungsbehörde festgelegt, dass diese neue Variante in gleicher Weise wie die bereits im November 2015 festgelegten Varianten zu untersuchen ist.

Gleichzeitig hat die Behörde entschieden, dass Trassenvarianten, die das Stadtgebiet von Oldenburg östlich umgehen und die Hunteniederung queren nicht vertieft zu untersuchen sind.

Mit diesen Entscheidungen wurde lediglich festgelegt, zu welchen Trassenvarianten die Übertragungsnetzbetreiber in den Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren vertiefte Informationen vorlegen müssen. Die Entscheidung über die Trassenführung erfolgt erst mit Abschluss des noch ausstehenden Raumordnungsverfahrens

Nach Fertigstellung der Unterlagen wird das Raumordnungsverfahren eingeleitet werden.

Das Raumordnungsverfahren dient neben der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Kommunen, Fachbehörden, Verbände etc.) auch einer frühzeitigen Anhörung und Information der Öffentlichkeit. Bei den berührten Gemeinden werden deshalb die Verfahrensunterlagen zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit ausgelegt.

Weiter Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten der Netzbetreiber:

www.netzausbau.amprion.net

www.tennet.eu


Ergänzende Unterlagen

Stand 06/2016

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