Artikel-Informationen
erstellt am:
05.06.2026
zuletzt aktualisiert am:
11.06.2026
Europa entsteht vor Ort – in Kommunen und Gemeinden, Schulen, Vereinen und Initiativen. Wie europäische Förderprogramme und Zusammenarbeit ganz konkret den Alltag der Menschen in Niedersachsen verbessern, zeigt Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter im Rahmen ihrer Sommertour durch Niedersachsen im Amtsbezirk Weser-Ems.
„Europa ist stark, wenn es bei den Menschen ankommt. Das können europäische Fördermittel sein, die regionale Projekte erst möglich machen, oder auch die Anpassung von EU-Recht, wie wir es derzeit über den Bundesrat zum Schutz der Regional- und Minderheitensprachen anstreben. Auf meiner Sommertour komme ich mit Menschen ins Gespräch und zeige, wie die EU unsere Regionen stärkt, Chancen schafft und Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit geben kann. Niedersachsen und Europa sind eng miteinander verbunden – manchmal leise, aber immer präsent. Gemeinsam erreichen wir mehr“, betonte Ministerin Walter.
„Die Region Weser-Ems befindet sich aktuell in einem regionalen Transformationsprozess. Auch die ländlichen Räume stellen sich mit vielen Ideen und Initiativen den Herausforderungen der Zukunft. Diesen Prozess verstehen wir als Amt für regionale Landesentwicklung nicht nur als Anpassung an äußere Veränderungen, die vieles auf den Prüfstand stellen, sondern als gemeinsame Gestaltungsaufgabe mit unseren Kommunen und regionalen Partnern. Ich freue mich daher sehr, Frau Ministerin Walter einen Überblick über die bereits angestoßenen Entwicklungen sowie die vielfältigen Zukunftsideen und Projekte in der Region vorstellen zu können“, sagte Nikolaus Jansen, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.
Stationen der Sommertour im Amtsbezirk Weser-Ems im Überblick:
Regional- und Minderheitensprachen wie Niederdeutsch oder Saterfriesisch sind fester Bestandteil der niedersächsischen Identität und kultureller Vielfalt. Bei einer traditionellen „Teetied“, der ostfriesischen Teezeremonie mit Kluntjes und Sahnewölkchen, tauschte sich Ministerin Walter mit Landschaftspräsident Rico Mecklenburg, Landschaftsdirektor Dr. Matthias Stenger und der Leiterin des Plattdüütskbüro, Grietje Kammler, über aktuelle Themen und Anliegen der friesischen Volksgruppe aus.
Im Juli 2026 wird das Kloster Ihlow zur historischen Kulisse für das Theaterstück „Friesische Freiheit“, das von der Arbeitsgemeinschaft Ostfriesischer
Volkstheater e.V. als farbenprächtiges Freilichtspektakel mit rund 100 Darstellenden vieler ostfriesischer Theaterbühnen aufgeführt wird. Ministerin Walter besichtigte gemeinsam mit Ihlows Bürgermeister Arno Ulrichs und dem Vorsitzenden des Klostervereins, Bernhard Buttjer, die Klosteranlage aus dem Jahr 1228 und nahm an einer Probe des Ensembles teil.
Die Gemeinden Moormerland und Ihlow haben mit einer gemeinsamen Kurbelfähre über das Fehntjer Tief eine sichere, CO₂-freie und ganzjährig nutzbare Verbindung für Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Fußgängerinnen und Fußgänger zwischen den Landkreisen Leer und Aurich geschaffen – gefördert mit Landesmitteln in Höhe von rund 34.000 Euro aus der Kofinanzierungsrichtlinie sowie 150.000 Euro aus dem europäischen Förderprogramm LEADER des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ministerin Walter probierte die im April 2026 eingeweihte Anlage aus und tauschte sich mit Gemeindevertretern über die Bedeutung der Querung für Einheimische und Touristen aus.
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erstellt am:
05.06.2026
zuletzt aktualisiert am:
11.06.2026