Flurbereinigungsverbände in Weser-Ems fusionieren

Oldenburg-Ostfriesland, Emsland/Grafschaft Bentheim und Osnabrück bündeln Kräfte im neuen Flurbereinigungsverband Weser-Ems


Mit vereinten Kräften in die Zukunft der Flurbereinigung: Die drei Flurbereinigungsverbände Oldenburg-Ostfriesland, Emsland/Grafschaft Bentheim und Osnabrück stellen sich gemeinsam den strukturellen Herausforderungen im ländlichen Raum und schaffen die Grundlage für eine dauerhaft leistungsfähige Organisation.

Nachdem die Mitgliederversammlungen aller drei Verbände dem Zusammenschluss einstimmig zugestimmt hatten, unterzeichneten die Verbandsvorsitzenden Clemens Große Macke Oldenburg-Ostfriesland), Gerhard Führs (Emsland/Grafschaft Bentheim) und Johannes Nyenhuis (Osnabrück) am 27. Mai in Meppen eine Verwaltungsvereinbarung zur praktischen Umsetzung der Fusion. Für die Aufsichtsbehörde begleitete Marlies Wieghaus vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems den Termin und erteilte die Zustimmung zur Vereinbarung.

Der neue gemeinsame Verband wird ab dem 1. Januar 2027 unter dem Namen Flurbereinigungsverband Weser-Ems auftreten. Damit entsteht eine starke, zukunftsfähige Organisation, die auch künftig eine verlässliche Begleitung von Flurbereinigungsverfahren und damit wichtige Impulse für Landwirtschaft, Infrastruktur, Naturschutz und die Entwicklung des ländlichen Raums sicherstellt.

Hintergrund des Zusammenschlusses ist der deutliche Rückgang der Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren. Ursache hierfür sind insbesondere die schrittweise Abarbeitung älterer Verfahren sowie eine sinkende Zahl neuer Flurbereinigungsverfahre. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen an eine rechtssichere und fachlich leistungsfähige Verbandsarbeit unverändert hoch. Die Einhaltung haushaltsrechtlicher Vorgaben setzt eine bestimmte personelle Mindeststärke voraus.

Für die einzelnen Teilnehmergemeinschaften hätte dies erhebliche finanzielle Folgen: Sinkende Mitgliederzahlen bei gleichbleibendem Personalbedarf würden zu steigenden Umlagen und damit zu höheren Belastungen in laufenden Verfahren führen. Dies könnte die finanziellen Spielräume der Verfahren im investiven Bereich erheblich einschränken und die Umsetzung wichtiger Entwicklungsziele im ländlichen Raum erschweren.

Mit der geplanten Fusion reagieren die drei Verbände frühzeitig und verantwortungsvoll auf diese Entwicklung. Ziel ist es, vorhandene personelle Ressourcen künftig gemeinsam zu nutzen und Personalabgänge etwa durch Ruhestand verbandsübergreifend auszugleichen. Dadurch werden Synergien genutzt, Fachwissen gebündelt und die Handlungsfähigkeit langfristig gesichert.

Der Verband der Teilnehmergemeinschaften Osnabrück und der Flurbereinigungsverband Emsland/Grafschaft Bentheim wurden 1990 gegründet. Der Flurbereinigungsverband Oldenburg-Ostfriesland ist 2020 durch die Fusion der Flurbereinigungsverbände Oldenburg und Ostfriesland entstanden. Die Verbände führen die Geschäfte für die Teilnehmergemeinschaften der einzelnen Flurbereinigungsverfahren in den jeweiligen Bezirken.

  Bildrechte: ArL-WE

Die Unterzeichner der Verwaltungsvereinbarung: v. l. n. r.: Marlies Wieghaus, Dezernatsleiterin Flurbereinigung, Landmanagement im Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Gerhard Führs, Vorsitzender des Flurbereinigungsverbandes Emsland/Grafschaft Bentheim, Johannes Nyenhuis, Vorsitzender des Verbandes der Teilnehmergemeinschaften Osnabrück, Clemens Große Macke, Vorsitzender des Flurbereinigungsverbandes Oldenburg-Ostfriesland.

Artikel-Informationen

erstellt am:
29.05.2026
zuletzt aktualisiert am:
01.06.2026

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