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erstellt am:
02.06.2026
Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems trauert um Franz-Josef Sickelmann. Der ehemalige Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Weser-Ems und langjährige Leiter des Amtes für regionale Landesentwicklung, ist am 21. Mai nach längerer Krankheit im Alter von 69 Jahren verstorben.
Franz-Josef Sickelmann hatte seinen Dienst für das Land Niedersachsen in der Bezirksregierung Weser-Ems als Dezernent begonnen und war nach Auflösung der Bezirksregierungen zunächst Leiter der Regierungsvertretung Weser-Ems. 2014 wurde der Jurist von der Landesregierung zum Leiter des neu gegründeten Amts für regionale Landesentwicklung ernannt und prägte in den folgenden Jahren die Behörde, die nach seinem Verständnis als Anwalt einer starken Region in Hannover und als Partner des Landes und der Kommunen auch in schwierigen Verwaltungsverfahren wirken sollte. 2023 ging er in Pension.
Sickelmann war in der Region als hochkarätiger Berater in Sachen Verwaltungsrecht bekannt und wurde in vielen diffizilen Fragen zu Rate gezogen. Dabei war er von der kommunalen Ebene als auch von Landesregierungen unterschiedlicher Couleur dank seiner Expertise und der Fähigkeit sehr geschätzt, komplexe Verfahren auf griffige Eckpunkte und rechtlich einwandfreie Verfahrenswege herunterzubrechen. Leitlinie seiner Tätigkeit war dabei stets der Einsatz für die ländlichen Räume, deren Wert und Bedeutung für die gesamte Gesellschaft er immer wieder betonte. Die Struktur des ArL kam seinen Zielen dabei sehr entgegen, und er entwickelte und steuerte dessen Arbeit nach diesen Grundsätzen. Das Amt hat heute mit seinen thematisch diversen Dezernaten die Förderung der Regionen vor allem außerhalb der großen Städte im Blick und wirkt daran, an der Seite der Kommunen Potenziale zu heben und neue Chancen zu eröffnen.
Franz-Josef Sickelmann suchte in seiner Tätigkeit nie das Rampenlicht. Er führte in vielen Hintergrundgesprächen auch jene Akteure zusammen, die sehr unterschiedliche Interessen vertraten, und verhandelte Kompromisse. So war er u.a. beteiligt an den Verhandlungen zum Masterplan Ems 2050. Immer wieder beschäftigte er sich mit den Themen Landwirtschaft und Massentierhaltung, der geplanten Vernässung der Moore und der Energiewende in der Region. Dabei nutzte er die Verbindungen aus der Bezirksregierung in seiner neuen Funktion, um die Akteure der Landesverwaltung in der Region, die heute in unterschiedlichen Ämtern wirken, zusammenzuführen und nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Er hielt immer die Kontakte in der Landesregierung in Hannover. Dort platzierte er die Interessen der Region nie laut, aber hartnäckig und konsequent. Die Zusammenarbeit mit den Nachbarn in den Niederlanden verlor er dabei nie aus dem Blick.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ArL gedenken Ihres ehemaligen Chefs als Behördenleiter, der das neue Amt prägte und es zu regionsweiter Bedeutung führte. In der Region wird er als Leitfigur der Landesverwaltung Niedersachsens in Erinnerung bleiben.