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Regionaler Ausschuss für Demografie-Projekte zieht Bilanz: Rund 1,1 Millionen Euro Förderung für Demografie-Projekte

Fünf Jahre Förderprogramm für Demografie-Projekte in der Metropolregion Nordwest und in der Region Weser-Ems


Seit fünf Jahren können Projektträger aus dem Gebiet der Metropolregion Nordwest und der Region Weser-Ems Zuwendungen für Demografie-Projekte beantragen. Rund 1,1 Millionen Förderung wurden seit 2016 durch den sog. Regionalen Ausschuss für Demografie-Projekte bewilligt. Dadurch wurden Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Millionen Euro umgesetzt. Besonders beeindruckend ist die Themenvielfalt, mit denen sich die Projekte um die Herausforderungen des demografischen Wandels kümmern: das reicht von der Sicherstellung der Nahversorgung über Mobilität für ältere und beeinträchtigte Menschen bis hin zu Fragen der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Sehr viele Projekte waren und sind sehr umsetzungsorientiert, so dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region unmittelbar von den geförderten Maßnahmen profitieren konnten. Wert gelegt wurde auf die Nachhaltigkeit von Projekten über den eigentlichen Förderzeitraum hinaus. Ein tolles Ergebnis, fanden die vier Mitglieder des Regionalen Ausschusses für Demografie-Projekte, die im Rahmen ihrer letzten Sitzung Bilanz zogen und sich beispielhaft von drei Projektträgern über deren Vorhaben informieren ließen.

Frau Feltmann von der Samtgemeinde Neuenkirchen stellte die Ergebnisse des Projektes „Lebendige Ortszentren“ vor. Ziel des Projektes war die Stärkung von Funktionalität und Attraktivität der Ortskerne in der ILEK-Region Nördliches Osnabrücker Land. Durch die Gestaltung eines Moderations- und Beteiligungsprozesses wurden Akteursgruppen in den Gemeinden, wie beispielsweise Werbegemeinschaften und Vereine, gestärkt bzw. neu aufgebaut. Zudem wurden unter Einbindung von Handel, Dienstleistern, Gastronomen, Immobilieneigentümern und Kommunen Maßnahmen, wie z.B. barrierefreie Geschäftseingänge, Generationenspielgeräte, barrierearme Orientierungssysteme, Kommunikationsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Das Projekt wurde mit 30.000 Euro gefördert.

Beim von Frau Paul und Frau Naber vorgestellten Vorhaben „DaHeim in Emlichheim“ des Senfkorn Mehrgenerationenhauses wurde im Rahmen des Bundesförderprojektes des BMBF „Dorfgemeinschaft 2.0“ präventive Hausbesuche zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit durchgeführt. Zielgruppe waren Bürgerinnen und Bürger, die über 65 Jahre alt sind. Die Hausbesuche dienten insbesondere zur Sturzprävention sowie zur Vermeidung eines frühzeitigen Einzugs in Pflegeheime. Eindrucksvoll wurde geschildert, wie das Projekt maßgeblich dazu beitragen konnte, Aktivitäten und Kommunikation bei den aufgesuchten Bürgerinnen und Bürgern zu fördern. Das Projekt wurde mit 61.448,60 Euro gefördert.

Frau Fricke und Frau Busboom vom Landkreis Leer stellten die Projekte „Löppt! Junge Kultur, junges Engagement und Tradition“, „Digital vor Ort für Vereinsvorstände im Landkreis Leer“ und „Löppt 3.0“ vor. Kern der drei Projekte ist eine Strategie zur Förderung des Ehrenamts durch Fortbildungs- und Werbemaßnahmen. Ganz gezielt wurden dazu junge Menschen angesprochen. Die drei Projekte werden mit rund 200.000 € Euro gefördert. Derzeit streben mehrere Kommunen in der Region Weser-Ems die Übernahme dieser Projektideen an, so dass hier ein deutlicher Mehrwert über die eigentliche Förderkulisse und über die Projektlaufzeit hinaus gegeben ist.

Mitglieder des Regionalen Ausschusses für Demografie-Projekte

- Frau Talke Hinrichs-Fehrendt, Leiterin des Dezernats Regionale Landesentwicklung, EU-Förderung und Projektmanagement
- Herr Rainer Kasch, Stadt Osnabrück
- Frau Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e. V
- Herr Dr. Dirk Lüerßen, Geschäftsführer Wachstumsregion Ems-Achse e. V.

Artikel-Informationen

erstellt am:
07.05.2021

Ansprechpartner/in:
Olaf Klaukien

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