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Vereinfachte Flurbereinigung Wiesedermeer

Landkreis Wittmund


Verfahrensname

Wiesedermeer

Verfahrensart

§ 86 FlurbG – Vereinfachte Flurbereinigung

Verfahrensnummer

2357

Teilnehmerzahl

430

Größe des Flurbereinigungsgebietes

2.229 ha

Schwerpunktziele

Die Resthochmoorflächen im südwestlichen Bereich von Wiesedermeer werden im Flächennutzungsplan und im Landschaftsrahmenplan als Suchraum für einen Kompensationspool der Gemeinde Friedeburg ausgewiesen. Einzelne Flächen in diesem Bereich wie auch in dem nördlich angrenzenden FFH-Gebiet / geplanten Naturschutzgebiet „Kollrunger Moor“ hat die Gemeinde Friedeburg bereits erworben, um ihren Kompensationsverpflichtungen aus der Bauleitplanung nachzukommen. Zur ökologischen Aufwertung sollen die derzeit noch unter Bewirtschaftungsauflagen genutzten gemeindeeigenen Flächen wie auch die noch in Privateigentum befindlichen und herkömmlich bewirtschafteten Flächen einer Wiedervernässung zugeführt werden, so dass eine landwirtschaftliche Nutzung dann nicht mehr möglich sein wird. Hierdurch soll eine Biotopvernetzung mit dem westlich angrenzenden Teil des FFH-Gebietes / geplanten Naturschutzgebietes „Kollrunger Moor“, den ehemaligen Abtorfungsflächen in Brockzetel, erzielt werden. Eine Auflösung und Vermeidung der aus der Ausweisung des Kompensationspools zu erwartenden Landnutzungskonflikte - Tausch oder Kauf der dortigen Privatflächen und Überführung in öffentliches Eigentum der Gemeinde Friedeburg - erfordert ein vorausschauendes Flächen- und Bodenmanagement, welches im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens nach § 86 FlurbG am effektivsten umzusetzen ist.

Nebenziele

Daneben sollen die Lebens-, Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft in dem durch ein unzureichend befestigtes Wirtschaftswegenetz und durch Besitzzersplitterung bzw. kleinteilige Parzellierung geprägten Raumes durch agrarstrukturverbessernde Maßnahmen verbessert werden. Labiler Untergrund (Moor) und nicht ausreichend bemessene Fahrbahnstärken schränken die Belastbarkeit der vorhandenen Wege ein, die darüber hinaus festzustellende Zunahme von Fahrzeuggrößen und –gewichten landwirtschaftlicher Fahrzeuge und der Ver- und Entsorgungsfahrzeuge führt zu Schäden an den Fahrbahnen, die im Rahmen der normalen Unterhaltung nicht mehr behebbar sind. Ein verstärkter Ausbau einzelner Wege ist daher geplant. Durch bodenordnerische Maßnahmen sind die vorhandenen arbeitsintensiven und zeitbeanspruchenden Bewirtschaftungsbedingungen als Folge der Besitzstreuung und Kleinparzellierung zu verbessern.

Verfahrensablauf

Verfahrensschritt

Datum/Jahr

Anordnung der Flurbereinigung

19.09.2007

Feststellung der Wertermittlungsergebnisse

18.11.2008

Planfeststellung/ Genehmigung des Planes über die gemeinschaftlichen und öffentlichen Anlagen

23.04.2009

vorläufige Besitzeinweisung

20.11.2013

Vorlage des Flurbereinigungsplanes

03.11.2015

(vorzeitige) Ausführungsanordnung

02.08.2017

Berichtigung des Liegenschaftskatasters

11.09.2017

Grundbuchberichtigung

26.09.2017

Schlussfeststellung

22.10.2018

 

Gebietskarte

Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Herr Wolfgang Ihler, Projektleiter

Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Aurich
Oldersumer Straße 48
26603 Aurich
Tel: +49 4941 176-244
Fax: +49 4941 176-288

www.arl-we.niedersachsen.de

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