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UW Wehrendorf – UW Lüstringen

Die geplante 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen den Umspannanlagen Wehrendorf und Osnabrück/Lüstringen stellt einen wichtigen Bestandteil der Netzausbaumaßnahmen hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energien dar. Der Neubau steht in engem Zusammenhang mit Vorhaben Nr. 2 des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG). Dieses sieht die Errichtung einer 380-kV-Leitung zwischen Ganderkesee und Wehrendorf vor. Mittels der Verbindung Wehrendorf - Lüstringen wird die im Landkreis Osnabrück ankommende Windenergie weiter Richtung Süden übertragen.

Für die Trassenführung bieten sich in diesem Teilabschnitt mehrere Varianten an. Die Gemeinde Bissendorf (Landkreis Osnabrück), die zentral im Suchraum liegt, hat daher gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber, der Amprion GmbH, einen dem Raumordnungsverfahren vorgelagerten Trassenfindungsprozess initiiert. Auch die Nachbargemeinde Belm beteiligte sich an dem Verfahren. Gemeinsam entwickelte ein Arbeitskreis im Trassenfindungsprozess 13 Trassenvarianten. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat in Vorbereitung auf das Raumordnungsverfahren unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Trassenfindungsprozesses Korridore entwickelt und diese für eine nähere Betrachtung vorgeschlagen Als ersten formellen Schritt wurde am 15.07.2015 der Umfang der notwendigen Planunterlagen in einer Antragskonferenz mit den betroffenen Gemeinden, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange erörtert. Mit der Änderung des EnLAG vom 21.12.2015 wurde die Leitung Wehrendorf - Gütersloh als Pilotvorhaben für eine Teilerdverkabelung festgelegt.

Eine Teilerdverkabelung ist bei Annäherungen an Wohngebäude, aus naturschutzrechtlichen Gründen und bei Querungen von Bundeswasserstraßen möglich. Auf die im EnLAG geregelten und bestimmten Einzelheiten wird verwiesen.

Auf Basis der neuen gesetzlichen Grundlagen hat Amprion weitergehende Unterlagen erarbeitet, die zum Gegenstand einer ergänzenden Antragskonferenz am 27.04.2016 gemacht worden sind.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Antragskonferenzen vom 15.07.2015 und 27.04.2016 ist Amprion durch die obere Landesplanungsbehörde der Untersuchungsrahmen mitgeteilt worden. Hierin ist festgelegt, welche Varianten zu untersuchen sind und welche Informationen die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren enthalten sein müssen.

Die Unterlagen zu den Antragskonferenzen, die Ergebnisniederschriften der Antragskonferenzen und den genannten Untersuchungsrahmen finden Sie hier.

Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems hat am 03.05.2019 das Raumordnungsverfahren eingeleitet. Die Antragsunterlagen der Beteiligung finden Sie hier.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass alle das Vorhaben betreffenden Unterlagen zur umfassenden Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit zur Einsicht bei der Stadt Osnabrück sowie den Gemeinden Bad Essen, Belm, Bissendorf, Bohmte und Ostercappeln ausliegen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann eine vollständige Bereitstellung auf dieser Internetseite nicht gewährleistet werden.

Im Anschluss an das Beteiligungsverfahren wird zu den eingegangenen Stellungnahmen ein Erörterungstermin durchgeführt. Die Synopse mit einer Zusammenfassung der eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange sowie der beteiligten Verbände und Vereinigungen mit Rückäußerungen des Vorhabenträgers sowie ein ergänzendes Dokument und ein Informationsschreiben sind als Download verfügbar (s. Downloadseite rechts).

Das Raumordnungsverfahren endet mit einer Landesplanerischen Feststellung zur Raumverträglichkeit des Vorhabens. Diese ist bei Genehmigungen, Planfeststellungen und sonstigen behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit des Vorhabens zu berücksichtigen. Sie entfaltet keine unmittelbare Rechtswirkung (d.h. sie ist nicht justiziabel), sondern ist eine gutachterliche Stellungnahme zur Raumverträglichkeit des Vorhabens für nachfolgende Verfahren. Der Landesplanerischen Feststellung wird dann zu entnehmen sein, wie die vorgebrachten Stellungnahmen berücksichtigt wurden. Die Landesplanerische Feststellung wird ebenfalls an dieser Stelle im Internet veröffentlicht werden.

Für die geplante Leitung wird die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens ein Planfeststellungsverfahren durchführen.



Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Bernhard Heidrich

Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8
26122 Oldenburg
Tel: 0441/799-2251
Fax: 0441/799-6-2251

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