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Trassenkorridor zwischen dem Anlandungspunkt Hilgenriedersiel sowie dem Raum Emden und dem Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg

Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser Ems hat am 18. Februar 2019 mit einer ergänzenden landesplanerischen Feststellung das Raumordnungsverfahren für die Planung von Trassenkorridoren für das südliche Teilstück von der Kreisgrenze Ammerland/Cloppenburg bis zum Suchraum Nikolausdorf (Gemeinde Garrel) abgeschlossen. Damit ist das gesamte Raumordnungsverfahren zwischen dem Anlandungspunkt Hilgenriedersiel und dem Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg beendet. Das nördliche Teilstück von Hilgenriedersiel bis zur Kreisgrenze Ammerland/Cloppenburg war bereits am 05.07.2018 festgestellt worden. Die Verbindung, die durchgehend als Erdkabel und nicht als Freileitung realisiert wird, dient der Netzanbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee. Bei der Festlegung des Korridors berücksichtigte die obere Landesplanungsbehörde insbesondere die Belange Wohnen und Siedlungsentwicklung, Erholung und Tourismus, Naturschutz sowie Landwirtschaft. Nötig geworden war die neue Trasse, weil die Kapazitäten der bereits festgelegten Trassen für die zu transportierenden Strommengen nicht ausreichen.

Gegenstand des Raumordnungsverfahrens waren mehrere Trassenkorridore bis zu einem Suchraum Nikolausdorf für einen Konverterstandort. Die Konverteranlage dient dazu, den von der Nordsee kommenden Gleichstrom zur Einspeisung in das Höchstspannungsstromnetz in Drehstrom umzuwandeln. Dieser Suchraum für den Konverterstandort wurde mit Abschluss des Raumordnungsverfahrens für die Planung einer 380-kV-Leitung Conneforde-Cloppenburg vom 22.10.2018 festgelegt.

Im Raumordnungsverfahren waren die Vorgaben der Bundesnetzagentur aus dem Netzentwicklungsplan und dem Offshore-Netzentwicklungsplan zu beachten. Hier wurde der Leitungsbedarf und der Netzverknüpfungspunkt Cloppenburg rechtlich verbindlich festgelegt. Für den Übertragungsnetzbetreiber und die niedersächsischen Behörden gab es keine Möglichkeit, von diesen Vorgaben abzuweichen.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bearbeitet das Vorhaben nun weiter. In den Planfeststellungsverfahren legt sie die endgültige Trasse fest und genehmigt diese. An diesem Prozess beteiligen sich dann wieder Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit. Erst nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens (Planfeststellungsbeschluss) kann die Leitung gebaut werden. Die Ergebnisse der nun vorliegenden landesplanerischen Feststellung berücksichtigt die Landesbehörde bei ihrer weiteren Bearbeitung des Vorhabens.

Hier finden Sie Dokumente zur Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens und die Antragsunterlagen.

  Bildrechte: Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Bernhard Heidrich

Archivbild aufgenommen im Landkreis Leer. So wie auf diesem Foto sieht eine Baustelle zur Verlegung eines Erdkabels zur Anbindung von Offshore-Windparks aus.

Artikel-Informationen

19.02.2019

Ansprechpartner/in:
Bernhard Heidrich

Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8
26122 Oldenburg
Tel: 0441/799-2251
Fax: 0441/799-6-2251

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