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LEADER-Tag in Ostfriesland


Die Aufwertung eines Haustierparks in den Nordseemarschen, ein Infozentrum für einen Imkerverein im Fehngebiet, solarbetriebene Strandrollstühle auf den Inseln im Wattenmeer und die Umnutzung eines Hauses zu einer Naturschutzstation an der Ems: Auf den ersten Blick haben diese Projekte nur wenig miteinander zu tun. Doch wirft man einen Blick auf die Finanzierung, dann wird die Verbindung deutlich: alle Projekte sind mit Geld aus dem europäischen Programm „LEADER“ gefördert worden, viele wären ohne diese EU-Zuschüsse nicht möglich gewesen. Umgesetzte und kommende Projekte standen jetzt im Mittelpunkt des „Leader“-Tags Ostfriesland, der an diesem Mittwoch (19. September) im Haus des Gastes in Norden-Norddeich stattfand.


Voraussetzung für eine EU-Förderung aus dem LEADER-Programm sind Initiativen aus den Kommunen und Regionen. An der Basis kümmern sich die lokalen Aktionsgruppen (LAG) der europäischen Leader-Regionen um Projekte und Anträge. Am „LEADER“- Tag Ostfriesland kamen dazu LAG’s der europäischen LEADER-Regionen Nordseemarschen, Östlich der Ems, Wattenmeer-Achter und Fehngebiet im Haus des Gastes in Norden-Norddeich zum „LEADER“-Tag Ostfriesland zusammen. Bei dem Treffen in Norddeich ging es zudem darum, künftige Kernthemen des Zusammenlebens im ländlichen Raum als Grundlage für kommende Projekte zu definieren. Unter dem Motto: „Zukunftsorientiert, engagiert, regional – und vorn mit dabei: LEADER in Ostfriesland“ wurden auf der Grundlage interessanter Vorträge u.a. zu den Themen aktive Nachbarschaft, ländliche Nahversorgung sowie Potenziale und Herausforderungen des Ehrenamtes mögliche Perspektiven für das Zusammenleben in der Region diskutiert.

Im Rahmen der Veranstaltung zeigte sich Franz-Josef Sickelmann, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung in Weser-Ems, sehr beeindruckt von den bisher in den LEADER-Gebieten auf den Weg gebrachten Projekten. Das von Sickelmann geleitete Amt für Regionale Landesentwicklung (ArL) Weser-Ems in Oldenburg bündelt und bewertet die Anträge auf EU-Förderung und berät Antragsteller. Sickelmann betonte die Bedeutung für die Region. „LEADER bringt die Menschen zusammen und lässt uns gemeinsam gute Projekte für die Region entwickeln“ betonte er. Das gelte trotz der Debatten um den EU-Etat auch zukünftig. „Dass der ländliche Raum auch weiterhin im Fokus der EU, des Bundes und des Landes stehen wird, steht für mich mit Blick auf die Förderperiode 2021 – 2027 außer Frage.“


Mit dem Hinweis, dass Fördergelder in der Region immer gut angelegt seien und es auch zukünftig hohe Förderbedarfe in der Region gäbe, ermunterte Sickelmann die Anwesenden, nicht nachzulassen und weiterhin gute Projekte zu konzipieren und einzureichen.


Was ist Leader?


LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden. Lokale Aktionsgruppen erarbeiten vor Ort Entwicklungskonzepte. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

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