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Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems gibt Startschuss für neue EU-Förderperiode

Regionalfachliche Komponenten erstmalig mitentscheidend für Förderanträge

„Die neue Förderperiode der Europäischen Union bedeutet für Weser-Ems Veränderungen, aber auch neue Perspektiven", erklärt der Landesbeauftragte Franz-Josef Sickelmann im Rahmen der regionalen Auftaktveranstaltung am heutigen Dienstag vor 250 geladenen Gästen im Alten Landtag in Oldenburg. „Zwar sind teilweise die Mittel reduziert, dafür haben wir in Weser-Ems erstmalig die Möglichkeit, regionalspezifische Schwerpunkte zu fördern und unsere Stärken mit intelligenten Lösungen auszubauen."

Der Landesbeauftragte hob gegenüber dem geladenen Fachpublikum nochmal hervor, dass Weser-Ems insgesamt gute sozio-ökonomische Daten aufweise, aber in den Feldern Innovation, Forschung und Entwicklung nach wie vor Nachholbedarf zu erkennen sei. Wie bereits in der Wissensvernetzung Weser-Ems 2020 der Landkreise und kreisfreien Städte in Weser-Ems sowie der Regionalen Handlungsstrategie seines Amtes dargelegt, liege ein besonderer Schwerpunkt künftig auf der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung. Dadurch solle eine enge Vernetzung der Hochschul- und Universitätslandschaft mit der Wirtschaft in Weser-Ems gefördert werden. Die Fördergelder stünden für gezielt projektierte Zusammenarbeit zur Verfügung und gerade kleine und mittelständische Unternehmen sollen davon profitieren. Dabei werden die Schwerpunktbereiche Bioökonomie, Maritimes und Energie mit allen ihren Querschnittsbranchen, besondere Bedeutung haben.

Das Amt für regionale Landesentwicklung werde gemeinsam mit den Kommunen, den Arbeitsmarktakteuren, den Sozialpartnern, der Wirtschaft und dem Handwerk, den Bildungsträgern in einem partnerschaftlichen Prozess zielgerichtet den Folgen desdemographischen Wandels und des Fachkräftemangels mit Hilfe unterschiedlichster Fördermaßnahmen begegnen.

Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem europäischen Sozialfonds (ESF) stehen in Niedersachsen rund 980 Mio.€ bis zum Jahr 2020 zur Verfügung. Das Geld wird in den kommenden Jahren in anwendungsorientierter Forschung und Innovation, in die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen, in die nachhaltige Entwicklung in den Städten und im ländlichen Raum, in Bildung, soziale Inklusion und Armutsbekämpfung fließen. Aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) stehen noch einmal 1.119 Mrd.€ zur Verfügung. Schwerpunkte der Förderung liegen dabei auf Wissenstransfer in der Landwirtschaft und der Erhaltung und Verbesserung von Ökosystemen, Dorfentwicklung, dem ländlichen Tourismus und Regionalmanagement.

Um einen möglichst effizienten Mitteleinsatz sicherzustellen, hat die niedersächsische Landesregierung erstmalig und bundesweit einmalig ein fondsübergreifendes Programm vorgegeben. Dieses sogenannte Multifondsprogramm ermöglicht einen interdisziplinären und ressortübergreifenden Fördermitteleinsatz, ergänzt durch eine regionalspezifische Umsetzung bei den neu gegründeten Ämtern für regionale Landesentwicklung. Durch den bei diesem Amt gebildeten Kommunalen Steuerungsausschuss wird das regionale Know-how durch die kommunalen Vertreter in die Verfahren eingebettet. Gemeinsam mit Vertretern der Staatskanzlei, der Ministerien und der NBank informierte der Landesbeauftragte über die künftigen Fördermöglichkeiten und ihren Beitrag zur regionalen Landesentwicklung in Niedersachsen.

Eindrücke von der Veranstaltung

Europäische Förderung für die niedersächsischen Regionen

Regionale Auftaktveranstaltung zur EU-Förderperiode 2015

Präsentationen der regionalen Auftaktveranstaltung

Region Weser-Ems

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