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UW Wehrendorf – UW Lüstringen

Die geplante 380-kV-Höchstspannungsleitung zwischen den Umspannanlagen Wehrendorf und Osnabrück/Lüstringen stellt einen wichtigen Bestandteil der Netzausbaumaßnahmen hinsichtlich der Nutzung erneuerbarer Energien dar. Der Neubau steht in engem Zusammenhang mit Vorhaben Nr. 2 des Energieleitungsausbaugesetzes. Dieses sieht die Errichtung einer 380-KV-Höchstpanunngsleitung zwischen Ganderkesee und Wehrendorf vor. Mittels der Verbindung Wehrendorf - Lüstringen wird die im Landkreis Osnabrück ankommende Windenergie weiter Richtung Süden übertragen.

Für die Trassenführung bieten sich in diesem Teilabschnitt mehrere Varianten an. Die Gemeinde Bissendorf (Landkreis Osnabrück), die zentral im Suchraum liegt, hat daher gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber, der Amprion GmbH, einen dem Raumordnungsverfahren vorgelagerten Trassenfindungsprozess initiiert. Auch die Nachbargemeinde Belm beteiligte sich an dem Verfahren.

Gemeinsam entwickelte ein Arbeitskreis im Trassenfindungsprozess 13 Trassenvarianten. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion hat in Vorbereitung auf das Raumordnungsverfahren unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Trassenfindungsprozesses zwei Korridore entwickelt und diese für eine nähere Betrachtung vorgeschlagen. Einer der beiden Korridore orientiert sich an der bestehenden 220-kV-Leitung, die südlich verläuft. Der zweite Korridor orientiert sich im Wesentlichen am Verlauf der 110-kV-Bestandsleitung im Norden von Bissendorf. Diese beiden Varianten sowie mögliche weitere Alternativen werden in den folgenden offiziellen Verfahren ausführlich untersucht und diskutiert.

Als ersten formellen Schritt wird Mitte Juli 2015 der Umfang der notwendigen Planunterlagen in einer sogenannten Antragskonferenz mit den betroffenen Gemeinden, Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange erörtert. In diesem Zusammenhang werden auch mögliche und sinnvolle Vorhabenalternativen diskutiert. Dieser Termin ist nicht öffentlich.

Mit der Änderung des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG) vom 21.12.2015 wurde die Leitung Wehrendorf - Gütersloh als Pilotvorhaben für eine Teilerdverkabelung festgelegt.

Eine Teilerdverkabelung ist bei Annäherungen an Wohngebäude, aus naturschutzrechtlichen Gründen und bei Querungen von Bundeswasserstraßen möglich.

Auf die im EnLAG geregelten und bestimmten Einzelheiten wird verwiesen.

Auf Basis der neuen gesetzlichen Grundlagen hat Amprion weitergehende Unterlagen erarbeitet, die zum Gegenstand einer ergänzenden Antragskonferenz am 27.04.2016 gemacht worden sind.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Antragskonferenzen vom 15.07.2015 und 27.04.2016 ist Amprion durch die obere Landesplanungsbehörde der Untersuchungsrahmen mitgeteilt worden. Hierin ist festgelegt, welche Varianten zu untersuchen sind und welche Informationen die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren enthalten sein müssen.

Die zusätzliche Unterlage zur ergänzenden Antragskonferenz, die Ergebnisniederschriften der Antragskonferenzen und der genannte Untersuchungsrahmen stehen zur weiteren Einsichtnahme nebenstehend zur Verfügung.

Nach Fertigstellung der Unterlagen wird das Raumordnungsverfahren eingeleitet werden.

Das Raumordnungsverfahren dient neben der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange (Kommunen, Fachbehörden, Verbände etc.) auch einer frühzeitigen Anhörung und Information der Öffentlichkeit. Bei den berührten Gemeinden werden deshalb die Verfahrensunterlagen zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit ausgelegt.

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