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Nordseekommission zu Gast in Oldenburg

Gäste aus den Nordsee-Küstenländern erkundeten die Region


Ende September hatte das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) eine Delegation der Nordseekommission zu einem zweitägigen internationalen Austausch über Klimafolgenanpassung, Energietransformation und nachhaltige Stadtentwicklung nach Oldenburg eingeladen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Information über konkrete Projekte in der Stadt und in der Region. Geleitet wurde der Delegationsbesuch von Dr. Marta Jacuniak-Suda vom ArL.

Die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Nordsee-Küstenländern erhielten am ersten Tag bei einer Exkursion durch Oldenburg im Landesmuseum für Natur und Mensch u.a. Einblick in das Projekt „Klimaoasen Oldenburg“, mit dem u.a. Schlossgarten und Eversten Holz widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels gemacht werden sollen. Die Delegierten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft erfuhren zudem bei einem Stadtrundgang Hintergründe zu den Anpassungsstrategien der Stadt gegen extreme Wetterereignisse wie Starkregen und die Ansätze zu einer nachhaltigen Stadtplanung in der Huntestadt. Zudem besichtigte die Delegation das energieeffiziente Nachbarschaftsquartier Helle Heide auf dem Fliegerhorst, wo es insbesondere um den umfassenden Ansatz zur Partizipation der Bürgerinnen und Bürger ging.

Die Nordseekommission (NSK) ist eine Kooperationsplattform für die Regionen um die Nordsee. Sie repräsentiert derzeit 30 Mitgliedsregionen aus acht Ländern an der Nordsee (Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Niederlande, Norwegen, Schottland, Schweden). Seit 2017 ist auch Niedersachsen mit der Region Weser-Ems Mitglied. Durch Dialog und offizielle Partnerschaften vertritt die NSK gemeinsame Interessen gegenüber den EU-Institutionen, nationalen Regierungen und anderen Organisationen, die mit für die Nordseeregion relevanten Themen zu tun haben.

Fachliche Beträge an den zwei Tagen lieferten die Jade Hochschule Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, OFFIS e.V., Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., der OOWV, die Universität Oldenburg sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Wilhelmshaven mbH. Gefördert wurde der Besuch der Delegation durch das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung.

Zum Abschluss fand eine Arbeitssitzung der Nordseekommission statt, in der weitere ausgewählte mit EU-Mitteln geförderte Projekte und regionale Initiativen in der Weser-Ems Region rund um die Themen Küstenschutz, Klimaanpassung, Katastrophenschutz, Energiewende und Wasserstoffproduktion diskutiert wurden. Es kam zu einem regen Austausch wie die weitere Zusammenarbeit ausgebaut werden kann. Angesichts der globalen Krisen wie Klimawandel und Energieversorgung können die Herausforderungen nicht lokal bzw. regional gelöst werden, sondern nur im internationalen Verbund, war die einhellige Meinung.

Lerr   Bildrechte: ARL-WE
Die Nordseekommission mit Gastgeberin Marta Jacuniak-Suda (Mitte) in Oldenburg.
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