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Norddeutsche Jahreskonferenz Interreg Nordsee - Rückblick auf eine erfolgreiche Veranstaltung

Europäische Vernetzung schafft Mehrwerte und ist Treiber für die Entwicklung vor Ort


Wie erfolgreiche Arbeit in der Nordseeregion gelingt? - Zusammen, statt allein!

Die in dem EU-Förderprogramm Interreg B Nordsee beteiligten Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein hatten eingeladen. Rund 150 Akteure und Interessierte kamen am 12. November 2019 zur Jahreskonferenz nach Bremen. Programm

Dr. Maike Schaefer (Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen) und Vera Moosmayer (Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat) begrüßten die Teilnehmenden und eröffneten die Veranstaltung. Wie bereits zu Zeiten der Hanse ist eine kooperative Zusammenarbeit im Nordseeraum nach wie vor Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg.

Carsten Westerholt (Joint Secretariat North Sea Region Programme, Viborg) zog in seinem Vortrag mit Zahlen, Daten, Grafiken und Übersichten eine Zwischenbilanz aus Sicht des Programms. Von den insgesamt 167 Mio. Euro zur Verfügung stehenden Fördermitteln sind in den bislang 68 genehmigten Projekten 156 Mio. Euro gebunden; davon 23,4 Mio. Euro in Deutschland, 11,3 Mio. in Niedersachen und 8 Mio. Euro in Weser-Ems. Die Einbindung deutscher Partner mit 15 % von insgesamt 888 Beteiligten ist stark. Drei der acht deutschen Leadpartner kommen aus Weser-Ems.

In vier Fachforen sowie in einer europastrategischen Runde wurde mit Projektpartnern, Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutiert. Impulsgeber bildeten Projekte zu den Themen nachhaltige Nordsee und Küste als Wirtschafts- und maritimer Naturraum sowie nachhaltige Städte und Regionen mittels Innovation und Erreichbarkeit, Umgang mit Klima und Natur.

Darin war man sich einig: Allein gehst du schneller, zusammen gehst du weiter!

Hier einige Statements aus den Fachforen:

  • Gegenseitiger Austausch und Verständnis sowie breites, interdisziplinäres Auftreten eröffnen Perspektiven und fördern mehr Akzeptanz vor Ort.
  • Herausforderungen und Handlungsdruck aus der Wirtschaft bilden eine gute Projektmotivation.
  • In Projektbeteiligung sollte auch ein gewisser olympischer Geist gesehen werden
  • für mehr Fachlichkeit, Sichtbarkeit, Austausch und zusätzliche Aufmerksamkeit.
  • Nicht im eigenen Saft schmoren! Möglichkeit der breiten Vernetzung nutzen!
  • Vorgeschaltete Erprobung in Projekten bringt Erfahrung vor zum Teil komplexen formellen Verfahren.
  • Nicht allein wirtschaftliche Interessen begründen eine Projektbeteiligung!
  • Digital heißt nicht unbedingt effizient!
  • Zivilgesellschaft einbeziehen, aufklären, mobilisieren, Notwendigkeit der Eigenverantwortung deutlich machen, Restrisiken publizieren!
  • Direkten, themenbezogenen Austausch fördern, Kontinuität wahren und Ergebnisse bereitstellen!
  • Projektergebnisse erfordern Verstätigung durch nachhaltige, pragmatische Umsetzung - mittels fortführender Förderung und Durchlässigkeit der Förderprogramme

Impressionen aus den Fachforen

 
 
 
 

Europäische Vernetzung schafft Mehrwerte und ist Treiber für die Entwicklung vor Ort!

Der sehr informative Marktplatz bildete Mittelpunkt der Konferenz, an 20 Ständen informierten unterschiedlichste Projekte mit Exponaten zum Anschauen, Mitmachen, Anfassen und Schmecken.

Dass sich eine europäische Vernetzung für Kommunen und Regionen lohnt und lokale Herausforderungen durch europäische Zusammenarbeit überwunden werden können, machten zahlreiche Projekte deutlich. Auch Weser-Ems-Partner waren wieder aktiv dabei.



Impressionen vom Marktplatz

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Und so war man sich in der europastrategischen Runde einig, dass die transnationale Zusammenarbeit im Kooperationsraum Nordsee auch zukünftig gefördert und weitergeführt werden soll.

„Dabei sollten die Projekte stärker mit der Politik verknüpft werden. Die Ämter für regionale Landesentwicklung in Niedersachsen leisten gute Unterstützung, die gesamte Regionalpolitik einzubeziehen“, sagte Karin Beckmann (stellv. Abteilungsleiterin Regionale Entwicklung, EU-Förderung / Nds. Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung). Und weiter: „Effekte lassen sich verstärken, wenn Förderprogramme sich ergänzen.“

Besonders die Herausforderungen zur Bewältigung des Klimawandels erfordern gemeinsame Anstrengungen. Transnationale Zusammenarbeit zu fördern ist nach wie vor von Bedeutung, damit die Nordseeregion in stetiger Entwicklung ein nachhaltiger, leistungs- und wettbewerbsfähiger, attraktiver Raum bleibt.


Thorsten Augustin (Europaabteilung, MJEVG Schleswig-Holstein u. Hanse-Office Brüssel), Karin Beckmann (Nds. Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten u. Regionale Entwicklung), Antje Grotheer (Bremische Bürgerschaft), Ronny Meyer (Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung u. Wohnungsbau der Freien Hansestadt Bremen), Dr. Ilke Borowski-Maser (Moderation), Henrik Lessar (Staatsamt, Freie und Hansestadt Hamburg), Frederike Oberheim (Fridays for Future Bremen)

Impressionen von der Vollversammlung

 
 
Artikel-Informationen

Ansprechpartner/in:
Ute Ahrens

Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems
Theodor-Tantzen-Platz 8
26122 Oldenburg
Tel: 0441/799-2651
Fax: 0441/799-6-2651

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